Geografische Lage

Lage: Die Gemeinde Beilrode liegt in der Elbniederung östlich der Elbe vor den Toren der Renaissance-Stadt Torgau. Mit Zusammenschluss der beiden Gemeinden Beilrode und Großtreben-Zwethau zur neuen Gemeinde Beilrode grenzt der Ort jetzt an die Annaburger Heide und damit an das Land Brandenburg sowie westlich an das Land Sachsen-Anhalt.

Landschaft: Eingebettet in Elbauen und den Waldgebieten der Annaburger Heide ist Beilrode durch seinen ländlichen Charakter geprägt.

Verkehrsanbindung: Durch die günstige Verkehrsanbindung, der Bundesstraßen 87 und 183 sowie der Eisenbahnstrecke Leipzig-Cottbus und nicht zu vergessen, dem kleinen Flugplatz, ist man schnell in Leipzig (55 km), Dresden (75 km), Cottbus (90 km) oder Berlin (100 km). Zwischen dem OT Großtreben-Zwethau und Beilrode verkehren verschiedene Buslinien.

Historie

 

Gemeinde Beilrode mit den Ortsteilen Beilrode, Dautzschen, Döbrichau, Döhlen, Eulenau, Großtreben, Kreischau, Last, Neubleesern, Rosenfeld und Zwethau

Zum 01.01.2011 schlossen sich die Gemeinden Beilrode und Großtreben-Zwethau zu einer Gemeinde mit derzeit ca. 4.500 Einwohnern zusammen.

Weitere historische Ereignisse finden Sie hier



Ortsteile

Der OT Beilrode - östliches Tor zu Sachsen - ist mit seinen über 70 Jahren ein relativ junger Ort und entstand im Jahr 1938 aus den beiden Orten Zeckritz und Zschackau. Doch die Wurzeln der Siedlungstätigkeit führen in Zeckritz in das Jahr 1245 und in Zschackau in das Jahr 1250, wo beide Orte erstmalig urkundlich erwähnt sind. Eingebettet in Elbauen und den Waldgebieten der Annaburger Heide ist der OT Beilrode durch seinen ländlichen Charakter geprägt. Nach der Wende wurde großer Wert auf die Erhaltung der dörflichen Struktur gelegt, gleichzeitig kann aber auf eine intakte Infrastruktur verwiesen werden.
Beilrode hat sich zu einem sehenswerten Ort entwickelt, der seinen Bürgern und seinen Gästen genug Spielraum zum Wohlfühlen bietet. Gern besucht wird der Beilrode Park, der in seinen Tiergehegen u.a. Dammwild, Ziegen, Geflügel und Esel beherbergt. Hier ist außerdem ein original russischer Panzer aus dem 2. Weltkrieg zu sehen.
Beilrode besitzt noch weitere historische Denkmäler. Zu erwähnen wären hier die Kreuzkirche aus dem Jahr 1907, die Heilandskirche aus der 2. Hälfte des 15. Jh., die neu restaurierte Holländermühle sowie 20 Hügelgräber aus der Bronzezeit.
Für sportlich interessierte bietet das Sport- und Freizeitzentrum mit seiner Bowling- und Kegelbahn, seinem Tennisplatz, einem Sonderlandeplatz für Luftsportgeräte vielerlei Möglichkeiten.
Eine rege Vereinsarbeit und das traditionelle Heimatfest im Juni bereichern das kulturelle Leben im Ort.

Auch im OT Döbrichau gibt es viel zu entdecken. So wurde im Jahr 1995 im Pfarrhaus eine Heimatstube eingerichtet. Im gleichen Jahr begannen die Restaurierungsarbeiten an der unter Denkmalschutz stehenden Dorfkirche. Im Dezember 1996 konnte zum 300. Geburtstag dieser Kirche erstmals wieder Gottesdienst gefeiert werden.

Der Ort Zwethau wurde 981 erstmals urkundlich als "Zuetna" erwähnt und ist damit der älteste Ort Ostelbiens. Im Jahre 1763 wurde Zwethau zum Rittergut erhoben. Das Schloss befand sich einst im Zwethauer Park und brannte vollkommen nieder. Der Park bietet mit seinem alten und teils seltenen Baumbestand eine Möglichkeit der Erholung. Gegenüber befindet sich eine liebevoll restaurierten Wehrkirche.

Die Ortsteile Großtreben, Zwethau, Dautzschen, Rosenfeld, Last, Neubleesern, Döhlen, Kreischau und Eulenau gehörten von 1994 bis 2010 zur Gemeinde Großtreben-Zwethau, die im Rahmen einer Bürgerbefragung gebildet wurde.
Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht, erstrecken sich die einzelnen Orte längs des Flusses, der im Jahre 2002 ein verheerendes Hochwasser mit sich führte.

Große landwirtschaftliche Unternehmen im Bereich der Pflanzen- und Tierzucht prägen die ländliche Region.
Der kleine Ortsteil Döhlen war bis 1945 ein Vorwerk des königlichen Hauptgestüts Graditz und hatte eine eigene Stuterei. Das Naturschutzgebiet "Prudel Döhlen" bietet Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und umfasst eine Fläche von 157 ha.
Auch im Ortsteil Rosenfeld wurde die Dorfkirche zu einem Schmuckstück restauriert.
Der Ortsteil Last liegt nahe an der Elbe. Offiziell erhielt er seinen Namen 1850 als Mockritzer Last. Im Jahr 1780 wurde das Schloss - heute eine Perle Ostelbiens und in privater Hand als Herrensitz erbaut. Ergänzt wird der reizvolle Anblick des Schlosses durch schmucke Eigenheime und die Schäferei Hissung.
Der Ort Großtreben wurde im Jahr 1238 als "Treben" erstmals erwähnt und entstand aus einer wendischen Ansiedlung. Der Ort entstand aus einer wendischen Ansiedlung. Im Jahr 1238 wurde er als Treben erstmals urkundlich erwähnt. In der Folgezeit entwickelte er sich als Straßendorf. Seit dem 13. Jahrhundert ist ein Herrensitz nachweisbar. Im 18. Jahrhundert verfestigte sich der Ortsname Groß Treben. Im 19. Jahrhundert wurde eine Ziegelei errichtet, die bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs produzierte. Am 1. April 1974 wurde das Dorf Dautzschen nach Großtreben eingemeindet. Am 1. Januar 1994 folgte der Zusammenschluss mit der Gemeinde Zwethau zur Gemeinde Großtreben-Zwethau. Zum 1. Januar 2011 erfolgt die Eingemeindung nach Beilrode.
Im Ortsteil Großtreben steht heute als technisches Denkmal der einzige Ringbrandofen Sachsens und wurde im Jahr 1865 erbaut, ist er der älteste der Welt. Bis 1971 wurden hier noch Ziegel produziert.
Ortsteil Dautzschen Dautzschen wurde im Jahr 1242 urkundlich erstmals erwähnt. Der Ortsname wandelte sich im Laufe der Geschichte von Doutzin über Dawtzschen zu Dautzschen. Der Ort gehörte bis 1815 zum sächsischen Amt Schweinitz und gelangte danach an die preußische Provinz Sachsen. 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde nach Großtreben eingemeindet, 1976 wurde sie Ortsteil von Großtreben-Zwethau und ab 01.01.2011 Ortsteil von Beilrode. Im Ortseil Dautzschen konnten durch den Förderverein "Dautzschener Kirche" umfangreiche Bauarbeiten auf den Weg gebracht werden, die die alte romantische Dorfkirche wieder zu neuem Glanz verhelfen sollen. Besonders stolz sind alle Beteiligten auf den bereits sanierten Holzschnitz-Altar aus dem 16. Jh. sowie die generalüberholte Orgel aus dem Jahr 1870.
Im Dorfgemeinschaftshaus haben die Außenstelle der Gemeindeverwaltung Beilrode sowie verschiedene Vereine ihren Sitz.
Bilder bitte hier klicken