Geschichtliche Eriegnisse

Quelle: "BEILRODE - unser Heimatdorf in Wort und Bild" des Heimatvereins Beilrode e.V. 2008
1245 Ersterwähnung von Zeckritz
1250 Ersterwähnunh von Zschackau
1251 Ersterwähnung der Kirche in Zschackau
1310 Bau der Kirche in Zeckritz
1529 Erste evangelische Kirchen- und Schulvisitation in der Pfarrei Zschackau (92 Tote)
1604 Neubau der Kirche in Zeckritz
1631 Die Pest fordert in der Pfarrei Zschackau 92 Tote
1637 An den Folgen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und der Pest sind die Dörfer Zschackau und Zeckritz fast ausgestorben, "ist Pfarrei Zschackau uns Zeckritz ganz wüst gewesen"

1754 Die Kirche zu Zschackau wird erweitert und erhält einen Turm
1784 Eines der bisher größten Hochwasser setzt Zschackau und Zeckritz unter Wasser
1808 Zeckritz brennt fast nieder
1813 Der Napoleonische Krieg fordert auch in Zschackau viele Opfer
1813 starben 91 und
1814 75 Einwohner
1835 Am 8. August brennt Zschackau. Das Pfarrhaus, 45 Gebäude, 16 Wohnhäuser, 13 Scheunen, 17 Ställe und 7 Auszugshäuser werden vernichtet
um
1870 Die Holländer-Mühle wird errichtet
1872 Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Halle-Sorau
Bau des Bahnhofs Zschackau
Dampfziegelei Bettega & Co geht in Produktion von Falzziegeln und Mauersteinen (30 000 Steine pro Tag)
1875 Die Straße vom Bahnhof bis zum Holländer wird gepflastert
1880 Gründung des "Kriegervereins"
1890 Am 6. September Dammbruch bei Werdau. Zschackau und Zeckritz stehen unter Wasser.
Der Pegel in Torgau zeigt 9,06m (2002=9,45m!)
Am gleichen Tag brechen die Dämme bei Mühlberg und Seydewitz, einen Tag später bei Dautzschen. Das Land an der Elbe vom Kreis Bad Liebenwerda bis zu den Kreisen Schweinitz und Wittenberg ist ein See.
1896 Die Freiwillige Feuerwehr in Zeckritz und Zschackau wird gegründet
1902 Einweihung der neuen 4-klassigen Volksschule in Zeckritz
1903 Gründung einer Molkereigenossenschaft für Zschackau und Umgebung
1904 Die Molkerei geht in Betrieb
1904 300-jähriges Bestehen der Kirche in Zeckritz
1909 Am 15.11. Einweihung der neuen Kirche in Zeckritz (Kreuzkirche)
1909 Anschluss von Zeckritz und Zschackau an das Stromnetz
1909 Gründung der Sportvereinigung Zeckritz-Zschackau, Turnen und Fußball
1920 Einweihung des Kriegerdenkmals in Zeckritz
1921 Einweihung des Kriegerdenkmals in Zschackau
1926 Sportplatzweihe in Zeckritz (Kreischauer Straße)
1928 Der Arbeitersportverein Zeckritz/Zschackau wird gegründet
1928 Eröffnung "Kaufhaus Kastens" im neuerbauten Geschäft
1928 Neueröffnung Warenhaus Richard Möbius
1929 Amtseinführung von Pfarrer Schumann
1929 Eingemeindung der Falkenstruth nach Zschackau
1931 Arbeitsbeginn in der Ziegelei unter Firma Ziegler
1937 Bau des Stellwerks in der Hauptstraße
1938 Am 1.10. Zusammschluss von Zeckritz und Zschackau mit neuem Namen Beilrode
1938 Eröffnung einer Nebenstelle der Dtadt- und Kreissparkasse Torgau
1939 Straßenumbenennung durch die Nationalsozialisten - damit hatte Beilrode nun eine Adolf-Hitler-Straße, eine Horst-Wessel-Straße und eine Herrmann-Göring-Straße!
1945 Im Februar: Immer mehr Flüchtlingstrecks aus dem Osten, von Russenangst getrieben, aus Schlesien, Pommern, Ostpreußen und aus den Nachbarkreisen ziehen durch Beilrode, um über die Elbe zu kommen
1945 April: Beilrode wird Frontgebiet
1945 23.4. Fast alle Einwohner des Dorfes sind geflüchtet, entweder Richtung Westen oder in den Wald. Nachmittags - die Russen sind im Dorf!
1945 Friedrich Theile wird Bürgermeister von Beilrode

Wieder- oder Neueröffnung folgender Firmen:

Viehhandlung Martin Naumann, Friseursalon Klara Schaaf, Malermeister Walter Ulitzsch, Tischler Max Winkelmann, Fleischermeister Kurt Lutzmann, Tischler Herbert Winkler, Malermeister Eduard Weidner, Bäckerei Erich Braune, Schmiede Emil Bischoff, Elektriker Max Gebauer, Damenschneiderei Emma Wendt, Bahnhofgaststätte Max Gentzsch, Schneiderei Gertrud Thiele, Fleischermeister Kurt Schmidt, Ernst und Eugen Dürr - Champignonzucht, Gemüsebau & Pelztiere, Fleischerei Rockmann, Mühlenbauer Otto Hoyer, Celluloidwaren und Kunstlederfabrik Willy Kramer, Stellmacher Otto Ehrenreich, Bäckerei Kurt Graichen, Sattlerei Arnibald Naumann, Damenschneiderei Meta Hochmut, Gaststätte Osadnik, Holzwarenhandlung Karl Kluge, Schmiede Wolfgang Lehmann, Schuhmacher Kurt Rietz, Hausschneiderin Margarete Müller, Plätterin Anna Specht, Bäckerei hans-Joachim Döhnert, Schneiderei Martha Werner, Fleischei Tille, Gemischtwarengeschäft Felix Plesse, Kolonialwarengeschäft Frieda Hauswald

1945 1.10. Der Unterricht in der Grundschule wird aufgenommen
1947 Gewerbeerlaubnis für: Fahrradreparaturwerkstatt Hauswald, Weizenmühle Bufe-Wendrich, Damenschneiderei E. Meisel
1948 Gewerbeanmeldung Schlossermeister Kurt Diecke
1949 Gewerbeerlaubnis an: Hausschlächter Emil Richter, Hausschlächter Reinhold Schöche, Sattlermeister Ewald Schröter, Otto Sehmisch - Verkauf und Zerkleiner von Brennholz
1950 Gründung einer Ortsgruppe der Volkssolidarität
1950 Gewerbeerlaubnis an: Hausschlächter Max Winkler
1951 Gewerbeerlaubnis an: Hausschlächter Ernst Damm
1951 Gründung der Sektion Kegeln unter der Leitung von Kurt Diecke
1952 Gewerbeerlaubnis an: Schlosser Richard Möbius, Friseurbetrieb Gustav Schaaf, Übernahme des Baugeschäftes und Sägewerkes Oswald Stier vom Schwiegersohn Herrmann Suhr
1953 Gründung der LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaft)
1953 Gewerbeabmeldung: Schneiderin Gertrud Thiele, Baugeschäft Herrmann Suhr, Baubetrieb Emil Richter, Otto Sehmisch - Verkauf und Zerkleinern von Brennholz, Holzwarenhandlung Karl Kluge, Viehhändler Martin Naumann
1953 Der Beilroder Karnevalsclub wird gegründet
1954 Gewerbeanmeldungen: Schmiedebtrieb Otto Oesteritz, Schlosserei Richard Möbius, Gewerbeabmelungen: Hausschlächter Reinhold Schöche, Hausschlächter Max Winkler, Fleischermeister Kurt Schmidt, Kranzbinderei Gertrud Menzel, Damenschneiderei Meta Hochmuth
1955 1. Jugendweihe in Beilrode
1955 Der Sportplatz am Ortsausgang Beilrode in Richtung Zwethau entsteht
1957 Gewerbeabmeldungen: Friseur Gustav Schaaf, Schlossermeister Kurt Diecke
1958 Gewerbeabmeldungen: Gärtnerei Heinz Jude, Fleischerei Kurt Lutzmann, Mühlenbauer Otto Hoyer, Bäckermeister Graichen, Hausschneiderin Margarete Müller
1958 Großbrand in der Ziegelei Beilrode - Es entstand ein Schaden von 500TDM, 1961 Neubeginn
1959 Gewerbeabmeldungen: Hausschlächter Alfred Ziems, Schlosser Richard Möbius, Schuhmacher Paul Greul, Schuhmacher Otto Fulde,
1961 Zusammschluss der beiden LPG Typ I und Typ II zur LPG "Vereinte Kraft", Vorsitzender: Werner Reinhardt
1964 Einrichtung einer Geschäftsstelle der Sparkasse im ehemaligen Grundstück Bufe
1964 Eröffnung einer staatlichen Zahnarztpraxis in der Zwethauer Straße
1965 Zusammenschluss der LPG Falkenstruth und der LPG Elbaue Graditz zur LPG "Spartakus", Vorsitzender: Erwin Ziesmann
1966 Einweihung des neuen Schulhauses
1969 Einstellung der Ziegelproduktion der Fa. Ziegler - Übernahme durch den VEB Elguwa Leipzig - Schaumstoffproduktion
1972 Übernahme der Schmiede Lehmann durch den VEB Landmaschinenbau Torgau
1972 Übernahme der Gaststätte Heinzmann als Kommissionsgaststätte durch die Konsumgenossenschaft
1973 VEB Elguwa wird VEB CKW (Herstellung von Dichtungsringen)
1975 Einweihung des "Denkmals der Befreiung" mit dem legendären sowjetischen Panzer T34
1975 Grundsteinlegung zum Bau der Jungrinderanlage im Raum Zwethau
1976 Gasexplosion bei Familie Weidner am Südfriedhof
1977 Bezug von 36 Wohneinheiten der Gemeinde und eines Wohnblocks der Jungrinderanlage im Nordring
1978 72 Wohneinheiten und 18 Dachgeschosswohnungen im Nordring bezugsfertig
1979 Neueröffnung der Kinderkrippe im Nordring
1980 Eröffnung des Kindergartens Haus II im Park

1983 Fertigstellung eines Neubaublockes mit 40 WE im Nordring
1990 Eröffnung der Konsum-Kaufhalle
1990 Währungsunion, Zusammenschluss der Gemeinden Arzberg, Beilrode, Blumberg, Döbrichau, Graditz, Großtreben und Zwethau zur Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Beilrode sowie Bildung des Trinkwasser- und Abwasser Zweckverbandes
1991 Einweihung des Sport- und Freizeitzentrums auf dem Sportplatz mit Gaststätte
1993 Erschließung des Wohnstandortes am Weizland, beginn von Baumaßnahmen am Gewerbestandort, Eröffnung der Raiffeisenbank
1993 Gründung des Heimatvereins, Vorsitzender: Dr. Landschreiber
1993 55-Jahr-Feier (Zusammschluss von Zeckritz und Zschackau)
1994 Gründung des Vereins "Bürgerinitiative gegen unsoziale Kommunalabgaben e.V.
1999 Eingleiderung der Gemeinde Döbrichau in die Gemeinde Beilrode
2005 2.9. Einweihung der Ostelbienhalle
2011 1.1. Zusammenschluss der Gemeinden Beilrode und Großtreben-Zwethau zu einer Gemeinde

Bürgermeister von Beilrode

in Zeckritz
vor 1925 Max Großer
1925 - 1938 Louis Klaus
in Zschackau
vor 1938 Paul Richter

Am 1. Oktober 1938 wurden die beiden Dörfer Zeckritz und Zschackau zum Ort Beilrode vereinigt und Louis Klaus wurde trotz Protest seinerseits von Arno Wittig als Bürgermeister abgelöst, obwohl seine zwölfjährige Wahlperiode noch nicht beendet war.

Beilrode
1938 - 1945 Arno Wittig
1945 - 1951 Friedrich Theile
1952 Willi Schmidt
1953 - 1955 Karl Herrmann

1955 - 1958 Wilhelm Blöding
1960 - 1963 Kurt Flögel
1963 - 1970 Horst Biermann
1970 - 1974 Leonhard Jude
1974 - 1981 Walter Fröhlich
1981 - 1988 Rolf Noack
1988 - 1990 Karl Ramp
1990 - 2008 Friedhelm Kuschel
seit 2008 Heike Schmidt

Bis zum Jahr 1938 übten die Bürgermeister ihr Amt ehrenamtlich aus. Gewählt wurden sie für zwölf Jahre. ... Die Aufwandsentschädigung betrug damals 50 Reichsmark pro Jahr, wie seine Tochter, Frau Anni Richter, berichtete. ...